Freiwillige Feuerwehr Stadt Rödental

Praxis

Zu Beginn der Praxisausbildung wird den Lehrgangsteilnehmern das richtige Anlegen der Atemschutzmaske gezeigt. Der richtige Sitz ist ebenso wichtig, wie das luftdichte Abschließen, um ein Eindringen von Atemgiften in die Maske zu verhindern.

Anschließend finden die ersten Praxisausbildungen mit umluftabhängigem Atemschutz statt. Jeder Geräteträger schließt dazu einen Filter an seine Maske an. Dann werden damit verschiedene Belastungsübungen, sowie Dichtigkeitsprüfungen durchgeführt, um den zukünfigen Geräteträger an das Tragen der Maske zu gewöhnen. Hierzu müssen die Auszubildenden mehmals über den Hof rennen, Liegestütz und Situps machen. Hier machen meistens die ersten Erfahrungen mit der gefährlichen Atemkrise die durch zu flaches, schnelles Atmen entsteht.

Der nächste Schritt der Ausbildung ist eine Gewöhnungsübung mit umluftunabhängigen Atemschutz, also einem Atemschutzgerät. Dazu muss der Geräteträger, wie bereits gelernt, seine Maske anlegen und auf Dichtigkeit prüfen. Dann legt jeder ein Atemschutzgerät an. Dabei unterstützt sich der Trupp gegenseitig. Wenn bei jedem das Gerät richtig sitzt, dann werden ebenfalls wieder einige Belastungsübungen durchgeführt. Hierzu zählen des ersteigen der DLK 23/12, ein Marsch durch Rödental, sowie einen Spurt über ca. 100 Treppenstufen. Weiterhin werden Übungen zum Passieren von Engstellen, sowie zur Strahlrohrvornahme und Personenrettung durchgeführt.

Die Ausbildung mit dem Atemschutzgerät stellt den größten Block dar, da er am meisten eingesetzt wird. Der Geräteträger lernt hier zum Beispiel das Richtige vorgehen in einen Brandraum, von der Türöffnung über die Personensuche bis hin zur Brandbekämpfung.

Als Lehrgangsabschluss steht eine große Einsatzübung auf dem Programm, bei der mehrere Personen aus dem verrauchten Dachstuhl des Gerätehauses gerettet werden müssen. Bei dieser Übung wird vor allem auf das korrekte und zügige Vorgehen bei der Menschenrettung geachtet. Außerdem werden hier grundlegende Dinge wie zum Beispiel der Aufbau einer Wasserversorgung genauestens beobachtet.

Nach dieser Übung findet die praktische Prüfung in der Atemschutzübungsanlage des Landkreises Coburg in Ebersdorf bei Coburg statt. Hierbei müssen die Geräteträger ihr gelerntes in den Gitterkäfigen der Übungsstrecke unter Beweis stellen.

Wird diese Prüfung erfolgreich Abgeschlossen wird der Auszubildende zum Atemschutzgeräteträger ernannt. Nach der Zeugnisübergabe findet noch eine Heißausbildung im gasbefeuerten Brandübungscontainer der Feuerwehr Bamberg statt.

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