Freiwillige Feuerwehr Stadt Rödental

Chemieunfall bei Fa. Kapp

01.04.11 (16:08 Uhr)
44min
THL Chemie
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Einsatzbericht

Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk rund ums Firmengelände von Kapp im Stadtteil Cortendorf. Auf dem Areal Männer mit Atemschutz und gelben Vollschutzanzügen. In Zeiten der Atomkatastrophe in Fukushima kann ein solcher Auflauf durchaus Befürchtungen wecken.

Am Freitag-Nachmittag, 14.36 Uhr, wird die Coburger Feuerwehr alarmiert: Ein 200-Liter-Fass auf dem Gefahrstoffplatz der Firma Kapp ist aufgerissen, Flüssigkeit und Dampf treten aus. Das Fass enthält 200 Liter einer “salpeterartigen Flüssigkeit”, wie die Polizei später mitteilt. Die Feuerwehr rückt mit insgesamt 19 Männern in sechs Fahrzeugen aus. Darunter auch ein Fahrzeug der “Unterstützungsgruppe örtlicher Einsatzleiter”. Dieses ist mit diverser Kommunikationstechnik ausgerüstet und bei größeren Einsätzen immer dabei.
Als vorbeugende Sicherheitsmaßnahme gegen mögliche Verätzungen streifen sich zwei Männer zusätzlich zum Atemschutz noch dicke, gelbe Schutzanzüge sowie schwarze Gummihandschuhe über und machen sich an die Arbeit: Sie pumpen den ätzenden Inhalt in ein leeres Fass um. Mit einem speziellen Chemikalienbinder behandeln sie die ausgelaufene Flüssigkeit.
“Das war nichts Größeres.” Diese Bilanz zieht später die Polizei. Für Anwohner oder Passanten habe keine Gefahr bestanden. Als eine “eher seltene Aufgabe” bezeichnet hingegen der Einsatzleiter der Feuerwehr, Stefan Unfried, den Einsatz. Aber auch er beruhigt: Es bestand keinerlei Gefahr, es gab keine Verletzten und auch keine Umweltschäden. “Zum Glück”, betont Unfried. Gegen 18 Uhr ist der Einsatz beendet.
Warum das blaue Kunststofffass Leck geschlagen war, konnten die Einsatzkräfte am Abend noch nicht sagen. Was bleibt, ist glücklicherweise “nur” der Sachschaden: Das Unternehmen wird laut Angaben der Polizei die Kosten für den Einsatz und die Entsorgung der Chemikalien bezahlen müssen.

Quelle: www.infranken.de

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rödental rückte im Nachhinein mit dem Dekon-P nach und brachte eins unserer Überfässer zur Einsatzstelle um die salpetrige Flüssigkeit umzufüllen. Weitere Unterstützung war von unserer Seite nicht erforderlich.


Mitalarmierte Einsatzkräfte

  • Feuerwehr Coburg
  • Rettungsdienst
  • Polizei
  • Technisches Hilfswerk

Einsatzstelle

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