Freiwillige Feuerwehr Stadt Rödental

Brand Mülldeponie – Blumenrod


Einsatzbericht

Vollalarm für den Löschzug Zentrum. Gegen Mittag ging bei der Leitstelle Coburg ein Notruf ein, dass auf der Mülldeponie in Blumenrod ca. 500 Tonnen Sperrmüll brennen sollen. Kurz nachdem die Feuerwehren Steinrod, Fechheim und der Löschzug Zentrum ausgerückt waren war klar, dass die ein größeres Ereignis sein wird, da die Rauchsäule auf Anfahrt der Rettungskräfte bereits Kilometerweit zu sehen war. Der B-Dienst war zusammen mit der Feuerwehr Steinrod als erstes an der Einsatzstelle und konnte auch schnell eine erste Lagemeldung an die Leitstelle weiterleiten. Daraufhin wurden umgehend mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis sowie die Stadt Coburg nachalarmiert und das Alarmstichwort von B4 auf B5 erhöht.

Das LF10 der Feuerwehr Steinrod baute einen Löschangriff mittels Wasserwerfern auf. In der Zwischenzeit traf der Löschzug Zentrum mit dem HLF20 sowie der DLK23/12 an der Einsatzstelle ein. Diese wurden auch sofort eingesetzt. Die Mannschaft des HLF20 machte sich an die Arbeit und baute eine Wasserleitung zur Drehleiter auf. Über die Drehleiter kam das Wenderohr zum Einsatz. Nachdem alles aufgebaut war, konnte zeitgleich mit der Feuerwehr Steinrod der erste Löschangriff mittels Schaum gestartet werden. Da der Brand aber mittlerweile ein größeres Ausmaß hatte, richteten 4000l Wasser nicht viel an. Im Verlauf legten verschiedene Feuerwehren Schlauchleitungen um die Löschfahrzeuge mit Wasser zu Versorgern. Unter anderem wurde über eine B-Leitung von Fechheim an einem Hydranten Wasser an die Einsatzstelle befördert. Desweiteren kam das THW Coburg mit einem 10.000 Liter Wassertank an die Einsatzstelle um einen Wasserpuffer aufzubauen. Das LF20 der Feuerwehr Rödental saugte das Wasser von dem Wassertank an und förderte es weiter zum HLF20. An anderer Stelle wurde eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Ebersdorf b. Coburg aufgestellt. Somit konnte bereits von mehreren Seiten der Brand gelöscht werden. Auch die Feuerwehr Coburg baute einen Wasserwerfer mit ihrem TLF3000 auf.

Die Feuerwehren aus Bad Staffelstein und Lichtenfels fuhren mit ihren TLF3000 ständig im Pendelverkehr um die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten. Nach geraumer Zeit gingen die Schaummittel zur neige, sodass man sich entschieden hat, mehr Sonderlöschmittel an die Einsatzstelle zu beordern. Hierzu wurden nochmals sämtliche Feuerwehren nachalarmiert, welche Schaumreserven zur Verfügung hatten. Unter anderem wurden zwei Wechselladerfahrzeuge mit Abrollcontainern Sonderlöschmittel aus Hallstadt und Pegnitz alarmiert. Diese lieferten insgesamt 3400 Liter Sonderlöschmittel an die Einsatzstelle und füllten diese auch in kleinere Gebinde um. Nach ca. 6 Stunden Löscharbeiten war langsam ein Erfolg zu sehen. Die Rauchsäule, die sogar in Kronach oder in Sonneberg zu sehen war, war deutlich weniger geworden.

Im Einsatzgeschehen baute das THW Coburg an der Straße zum Bereitstellungsraum sowie an der Einsatzstelle Beleuchtungsmittel auf. Die vielen BRK-Bereitschaften versorgten alle ausreichend mit warmen Essen und Getränken. Außerdem stellten sie zusammen mit dem ASB eine Versorgung her, falls es zu Unfällen oder ähnlichem kommen könnte.

Gegen 18:00 Uhr fing dann ebenfalls das THW Coburg an das Brandgut mit einem Bagger und zwei Radladern auseinander zu ziehen, um die versteckten Glutnester, die sich noch im inneren befinden, ablöschen zu können. Durch den enormen Aufwand und die viele Arbeit jedes Einzelnen mussten natürlich auch mal die Feuerwehren ausgetauscht werden. Hier wurde zum Beispiel das TLF der Feuerwehr Coburg durch ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Oberlind ausgetauscht. Ebenfalls wurde der Löschzug von Ebersdorf b. Coburg durch die Feuerwehr Sonneberg-Mitte ausgetauscht. Auch die Feuerwehr Lautertal wurde erst gegen 23:00 Uhr alarmiert, um weitere Kräfte abzulösen.

Die Ganze Nacht arbeiteten die Feuerwehren und das THW Seite an Seite zusammen, um alles vollständig abzulöschen. Dies dauerte bis in die Morgenstunden an. Einsatzende war um 08:00 Uhr. Die Feuerwehr Froschgrund war übrigens den ganzen Tag zur Gebietsabsicherung im Stadtgebiet auf Bereitschaft im Feuerwehrhaus Zentrum.

Insgesamt waren rund 400 Einsatzkräfte von sämtlichen Hilfsorganisationen an diesem Großbrand beteiligt. Hier zeigt sich wieder einmal, wie super die zusammenarbeit der einzelnen Hilfsorganisationen auch weit über die Landkreise hinaus funktioniert. Sonderlöschmittel wurden insgesamt ca. 25000 Liter verbraucht.


Einsatzfotos


Mitalarmierte Einsatzkräfte

  • Feuerwehr Steinrod
  • Feuerwehr Coburg
  • Feuerwehr Ebersdorf b. Coburg
  • Feuerwehr Neustadt b. Coburg
  • Feuerwehr Fechheim
  • Feuerwehr Niederfüllbach
  • Feuerwehr Lautertal
  • Feuerwehr Dörfles-Esbach
  • Feuerwehr Weidhausen
  • Feuerwehr Grub am Forst
  • Feuerwehr Ahorn
  • Feuerwehr Schalkau
  • Feuerwehr Tettau
  • Feuerwehr Sonneberg – Mitte
  • Feuerwehr Oberlind
  • Feuerwehr Bad Staffelstein
  • Feuerwehr Michelau i. Ofr.
  • Feuerwehr Lichtenfels
  • Feuerwehr Burgkunstadt
  • Feuerwehr Pegnitz
  • Feuerwehr Hallstadt
  • Feuerwehr Zella-Mehlis
  • Feuerwehr Bamberg
  • Feuerwehr Strullendorf
  • Werkfeuerwehr Saint Gobain
  • Kreisbrandrat Coburg Land 1
  • Kreisbrandinspektor Coburg Land 5
  • Kreisbrandmeister Coburg Land 5/2
  • Kreisbrandmeister Coburg Land 1/3
  • UG – ÖEL Land
  • UG – San EL Coburg
  • ASB Rettungswache Neustadt bei Coburg
  • Einsatzleiter Rettungsdienst
  • THW OV Coburg
  • THW OV Bad Staffelstein
  • THW OB Bamberg
  • Polizei
  • Stadtwerke Rödental

Einsatzstelle

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