Ausbildung Absturzsicherung
Ab dem 24. September 2011 findet bei der Feuerwehr Rödental die erste Standortschulung Absturzsicherung statt. Dazu wurden im Vorfeld 10 Kameraden der Feuerwehr Rödental ausgewählt, die an dieser Ausbildung teilnehmen. Diese musste zum einen die Drehleiter DLK 23/12 im voll ausgefahrenen Zustand hochgeklettert und ein Bein und einen Arm wegstreckt werden, um zu zeigen das sie schwindelfrei sind. Weiterhin müssen alle Teilnehmer eine gültige G26.3 Untersuchung nachweisen können.
Die Ausbildung wird vom Kommandanten der FF Weidach Jürgen Schlücke und vom Gruppenführer der FF Rödental Christian Gerlicher geleitet. Beide haben bereits einen Absturzsicherungslehrgang besucht und haben weiterhin die Ausbildung an der Feuerwehrschule zum Ausbilder für Höhensicherung absolviert. An 5 Samstagen werden die 10 Kameraden ausgebildet.
Viele Eindrücke der Ausbildung können Sie weiterhin in unserer Galerie sehen
Hier können Sie alles zum Lehrgang nachlesen.
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Erster Ausbildungstag – 24.09.2011
Am Samstag den 24.09.2011 begann um 9 Uhr für 11 Teilnehmer sowie drei Ausbilder die Standortschulung Absturz-/Höhensicherung am Gerätehaus Zentrum in Rödental.
Zu Beginn fand die Lehrgangseröffnung statt. Ch. Gerlicher eröffnete den Lehrgang und wünschte allen Teilnehmern viel Spaß aber auch Erfolg und wieß darauf hin dass für diesen Lehrgang viel Geschick, Ehrgeiz und vor allem ein hohes Maß an Sorgfalt benötigt wird. Grußworte wurden von den anwesenden Gästen, Bürgermeister Gerhard Press, Kreisbrandmeister Stefan Zapf sowie dem Kommandanten der Feuerwehr Stadt Rödental Steffen Schaller gesprochen.
Im Anschluss folgte bereits der erste Unterricht zum Thema Einsatzgrundsätze sowie Gesetzesgrundlagen durch Jürgen Schlücke (Kommandant FF Weidach). Weiterhin wurden den Teilnehmern die Grundsätze laut BGV (Berufsgenossenschaftliche Vorschriften) und UVV (Unfallverhütungsvorschriften) erläutert. Ebenso wurden die Unterschiede zwischen Halten, Rückhalten und Auffangen erklärt.
Nach der Mittagpause und einer Verpflegung ging es in den praktischen Teil über. Hier standen Knotenkunde sowie Selbstretten auf dem Programm. Jürgen Schlücke erklärte umfassend und ausführlich alle für den Bereich Höhensicherung nötigen Knoten.
- Achterknoten
- Sackstich
- Mastwurf
- Spierenstich
- Halbmastwurf
Christian Gerlicher sowie Phillip Juretzko übten an der Übungswand hinter dem Gerätehaus das Selbstretten mit Hilfe des Feuerwehrhaltegurtes. Hierzu wurden die Teilnehmer mit dem Auffanggurt und Kernmantel Dynamikseil durch einen Kameraden gesichert. Die Teilnhemer selbst sicherten sich mit Mastwurf und Spierenstich durch die Feuerwehrleine an einem Schäkel, legten einen Halbmastwurf an ihrem Gurt an und liefen rückwärts die 4 Meter hohe Übungswand hinunter.
Zum Abschluss hielt Ch. Gerlicher einen Unterricht über die Prüfpflicht der Gerätschaften sowie die Kontrolle nach jedem Einsatz. Es wurde auf die Wichtigkeit dieser Tätigkeit hingewiesen da defekte Gerätschaften den Absturz von Kameraden, Verletzten oder sich selbst zur Folge haben können.
Sichtlich erschöpft wurden die Teilnhemer gegen 16 Uhr in ihr wohlverdientes Wochenende entlassen.
Bilder des ersten Ausbildungstages:
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Zweiter Ausbildungstag – 01.10.2011
Zu Beginn des zweiten Ausbildungstages wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt.
An zwei Stationen wurden zum einen Hängeversuche im Auffanggurt durchgeführt, in der anderen wurden die gelernten Knoten überprüft und verfestigt.Station 1, Hängeversuche, leitete Ch. Gerlicher, der den Teilnehemern die verschiedenen Hängepostitionen im Gurt vorführte. Hierzu rüstete sich jeweils ein Kandidat mit dem Gurt aus und wurde am Rollgliss eingehängt. An vier Positionen, unter anderem auch rückwärts und seitlich wurden sie nun auf ca. einen Meter Höhe hochgezogen.
Hier sollte demonstriert werden wie unvorteilhaft es sein kann sich an der falschen Öse des Gurtes einzubinden.Station 2, Knoten, leitete Ph. Juretzko. Hier mussten die bereits erlernten Knoten und Stiche gezeigt werden. Außerdem wurde das zügige und sichere Einholen über den HMS (Halbmastwurf) geübt.
Im Anschluss führten wir Zerreißproben mit einem Statikseil und einem Bandfalldämpfer durch.
Wie uns bereits erklärt wurde Riss das Seil jeweils an der schwächsten Stelle, nämlich im Knoten.
Die enormen Kräfte die hierbei auftraten waren deutlich an der Wärmeentwicklung zu spüren und zu erkennen.Daraufhin hatten die Teilnehmer die Möglichkeit den Blockverschlag, welcher durch Ch. Gerlicher erklärt und gezeigt wurde zu üben.
Nach der Mittagspause fuhren wir zu unserem Übungsobjekt um den horizontalen Vorstieg zu trainieren.
In den vorherigen Gruppen war es das Ziel an einem jeweils ca 10 Meter langen Geländer in 4 Metern Höhe außen vorzusteigen und Sicherungspunkte zu setzen. Als kleine Schwierigkeit hatte das Geländer zusätzlich einen 90° Winkel. Gleichzeitig musste das Seilmanagement und die Sicherung durch zwei andere Kameraden übernommen werden. Auch das Suchen eines Anschlagpunktes, Anlegen des HMS sowie die Hilfe für den Vorsteigenden einen Fixpunkt zu setzen musste komplett durch die Teilnehmer selbst durchgeführt werden. So entstanden 2 richtige jedoch grundliegend verschiedene Versionen des Anschlagpunktes.Zum Ende wurden alle eingesetzten Ausrüstungsgegenstände gereinigt, geprüft und wieder auf den Fahrzeugen verlastet.
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Dritter Ausbildungstag – 15.10.2011
Der dritte Ausbildungstag begann für die Teilnehmer des Lehrganges mit einem zweistündigen Unterricht. Jürgen Schlücke brachte den Teilnehmern die Verschleiß und Ausmusterungsgrenzen der eingesetzten Materialien näher.
Außerdem wurden anhand von verschiedenen Beispielen die richtigen Punkte zum Setzen der Zwischensicherungen mittels Bandschlingen und Karabinern erläutert. Zum Abschluss sah sich die Teilnehmergruppe Bilder des Katastrophenschutzeinsatzes in Zwiesel an, bei dem die Einsatzkräfte permanent auf die Mittel des Gerätesatzes Absturzsicherung angewiesen waren.
Nach einer Mittagspause, ging es auf das Schrägdach des Feuerwehrgerätehauses. Dort wurde das Vorsteigen auf Dächern und sichern an den Latten unterhalb der Ziegel gezeigt und durchgeführt.
Zu guter Letzt, nach bereits 5 vergangenen Ausbildungsstunden wurde an einem Geländer in 3 Meter Höhe das korrekte Anlegen der Windel und Ablassen einer gefährdeten Perosn geübt.
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Vierter Ausbildungstag – 22.10.2011
Am vierten und bisher kältesten Ausbildungstag ging es nur um praktische Übungen.
Bereits um 9.00 Uhr fuhren wir mit dem HLF 20/16 sowie der DLK 23/12 auf den Rathausplatz und stiegen mit Hilfe der Drehleiter auf das Dach der Franz-Goebel-Halle.
Dort mussten die Teilnehmer, aufgeteilt in zwei Gruppen Feuerwehrleinen spannen um für andere Kameraden im Einsatzfall eine Sicherung herzustellen. In diese Leinen müssen sich die anderen Feuerwehrmänner und /-frauen mit ihrem Haltegurt einhängen, um vor der drohenden Absturzgefahr im Bereich der Dachkanten gesichert zu sein.
Anschließend ging es für alle Teilnehmer auf das Gelände der ICE-Tunnelbaustelle Feuerfelsen bei Rohrbach. Dort ging es nicht, wie etwa zu vermuten nach unten, sondern in luftige Höhen. Ein dort befindlicher Baukran sollte die zweite Tagesetappe der Teilnehmer sein.
Nach Sicherung des Kranes wurden geeignete Anschlagspunkte ausgewählt, daraufhin ging es für jeweils 2 Teilnehmer nach oben. Es wurde bis auf ca 20 Meter vorgestiegen und wieder nach unten geklettert. Die Drehleiter stand neben dem Baukran in Bereitschaft um im Notfall eingreifen zu können.
Viele genossen, oben angekommen, noch wenige Sekunden den tollen Ausblick bei herrlichem Sonnenschein.
Zurück im Gerätehaus wurden wie gewohnt alle Gerätschaften geprüft, gereinigt und wieder verlastet.
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Tag der Prüfung – 29.10.2011
Am 29.10.2011 war es endlich soweit, der Tag der Abschlussprüfung war gekommen. Zu Beginn des Tages erklärte uns der Rödentaler Notarzt Dr. Thomas Roehr die Gefahren eines Hängetraumas und die Maßnahmen zur Ersten Hilfe in solchen Fällen. Hierbei wurde uns erneut das nur geringe Zeitfenster bewusst das wir zur Sicherung eines Verunfallten haben, und wie wichtig eine Höhensicherungsgruppe im Landkreis Coburg bzw in Rödental für das Wohl der Bevölkerung ist.
Im Anschluss begann die Praktische Prüfung. Aufgeteilt in 2 Gruppen mussten 3 verschiedene Szenarien bewältigt werden. Die jeweiligen Gruppen mussten komplett eingenständig das Vorgehen besprechen, Steiger, Sicherungsmann, Seilmanager und Koordinator für die jeweiligen Aufgaben auswählen und den Einsatzbefehl abarbeiten.
Einsatz 1: Sicherung eines Kindes und eines Hundes auf einem Schrägdach.
Einsatz 2: Horizontaler Vorstieg entlang eines Geländers
Einsatz 3: Vorstieg auf einen ca 20 Meter hohen Gittermastbaukran.
Nach abgeschlossener Prüfung wurden die Einsatzmittel geprüft. Nun hatten die Teilnehmer bis 18 Uhr die Gelegenheit sich fertig zu machen und ihre Ausgehuniform anzulegen.
Im großen Unterrichtsraum des Gerätehauses Zentrum erfolgte die Zeugnisübergabe, im Beisein von Bürgermeister Gerhard Preß, Kreisbrandrat Manfred Lorenz sowie Löschzugführer Matthias Langguth.
Alle Kameraden hatten den Lehrgang mit Bravour bestanden!














Freiwillige Feuerwehr Stadt Rödental